Wir sind dümmer als Goldfische

Wir sind dümmer als Goldfische

Unsere Aufmerksamkeitsspanne beträgt nicht mal mehr 7 Sekunden.

Forschungen legen nahe, dass sie mittlerweile unter der eines Goldfischs liegt – das bedeutet, dass du bis hierhin lesen kannst und höchstwahrscheinlich jetzt schon abgelenkt wirst oder dich sehr stark konzentrieren musst, um weiter zu lesen. 

Lies gern weiter, wenn du wissen willst ob bzw. wie du deine Aufmerksamkeit trainieren kannst.

 

Doch zunächst: 

Warum sinkt unsere Aufmerksamkeitsspanne überhaupt?

Die Antwort wirst du kennen. Die zwei meist genutzten Wörter auf LinkedIn (jedenfalls scheint es manchmal so)

digitaler Wandel.

 

Smartphones, soziale Medien, die ständige Verfügbarkeit von Informationen haben dazu geführt, dass wir einer ständigen Ablenkung ausgesetzt sind. Diese ständige Reizüberflutung macht es schwierig, unsere Aufmerksamkeit auf eine einzelne Sache zu konzentrieren.

Ich kenne es von mir selbst: Ich habe die Angewohnheit, zwei Sachen gleichzeitig machen zu wollen. Abwasch und Podcast, Bügeln und Netflix, Spazieren und Musik.

Ich erwische mich dabei, wie ich selten (nie) einfach eine Sache achtsam mache.

 

Hat das langfristige Auswirkungen auf unsere Gesundheit?

Natürlich. Wenn wir uns schwer tun, unsere Aufmerksamkeit auf eine bestimmte Aufgabe zu konzentrieren und ständig von Ablenkungen abgelenkt werden, kann dies zu einem erhöhten Stressniveau führen.

Unser Gehirn ist darauf ausgelegt, auf neue Reize zu reagieren und diese schnell zu verarbeiten, aber eine dauerhafte Reizüberflutung kann dazu führen, dass unser Stresssystem überlastet wird.

Dadurch wird die Freisetzung von Stresshormonen wie Cortisol erhöht, was wiederum zu Unruhe, Reizbarkeit und Müdigkeit führen kann.

Du kennst bestimmt die Gefühle von Überforderung im Alltag. Wenn ich viel auf TikTok scrolle, merke ich, dass ich Schwierigkeiten habe, zu priorisieren oder meine Gedanken zu ordnen.

Starte ich meinen Tag eher mit einem Journal-Eintrag oder einer 5-Minuten-Atmung, bin ich viel gesammelter und weniger überfordert.

  

Aber...

Aufmerksamkeit ist trainierbar.

Methoden wie Achtsamkeitsübungen, regelmäßiges Meditieren und bewusstes Zeitmanagement können helfen, unsere Konzentration zu verbessern und Ablenkungen zu reduzieren.

Was du jetzt tun kannst:

  • bewusst eine Pausen einlegen. 
  • deine Geräte bewusst nutzen.
  • dich auf eine Aufgabe konzentrieren.

Ich habe mit einer Kleinigkeit angefangen: Egal wo ich hinlaufe - zum Einkaufen, zum Termin oder einfach nur Spazieren - ich setze mir keine Kopfhörer auf. Ich laufe achtsam zum Ziel.

Für mich macht allein das schon einen großen Unterschied.

 

 

Wozu macht es Sinn, die Aufmerksamkeit zu trainieren?

Es ist tatsächlich entscheidend für unser Wohlbefinden und unsere Leistungsfähigkeit. Durch regelmäßiges Training sorgen wir für neuroplastische Änderungen in unserem Hirn. 

Neuroplastizität ist die Fähigkeit des Gehirns, sich im Laufe des Lebens zu verändern und anzupassen - und genau das passiert dann auch. 

Zum Beispiel kann regelmäßiges Meditieren das Volumen des präfrontalen Kortex erhöhen, der für die kognitive Kontrolle und die Aufrechterhaltung der Aufmerksamkeit verantwortlich ist.

Der Sinn des Trainings liegt also beispielsweise darin, dass wir mit einer verlängerten Aufmerksamkeitsspanne produktiver sind - mehr Konzentration am Stück bedeutete effektiveres Arbeiten.

Eine längere Aufmerksamkeitsspanne kann sich positiv auf unsere kognitive Leistungsfähigkeit auswirken, einschließlich Gedächtnis, Lernen und Problemlösungsfähigkeiten. Indem wir unsere Fähigkeit verbessern, uns auf komplexe Aufgaben zu konzentrieren und Ablenkungen zu minimieren, können wir unser kognitives Potenzial ausschöpfen.

Eine längere Aufmerksamkeitsspanne kann auch dazu beitragen, Stress und Angstzustände zu reduzieren, da wir besser in der Lage sind, uns auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren und uns weniger von negativen Gedanken und Sorgen ablenken zu lassen. Dies kann zu einem insgesamt verbesserten emotionalen Wohlbefinden führen.

Ich denke das sind genug Gründe - was denkst du?

 

 

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