Die 10 besten Journalling Prompts

Die 10 besten Journalling Prompts

5 Monate nutze ich jetzt täglich mein Journal - und nein, kein einziger Eintrag fehlt. 

Mein Journal ist von Leuchtturm und heißt "Some Lines a Day - The 5 Year Memory Book". Es hat pro Seite, jeweils ein Datum und 5 Zeilen, in die du die Jahreszahlen deiner Wahl schreiben kannst. Für mich also von 2024-2028.

Der Sinn ist, dass ich dieses Journal jetzt 5 Jahre nutzen werde und einen direkten Vergleich habe, was an diesem Tag - z.B. dem 03.05. - die Jahre zuvor vielleicht anders war.

Jeden Tag suche ich mir einen Prompt aus - eine Frage, die ich mir an dem Tag stelle. 

Heute soll es um die 10 besten Journalling Prompts gehen, die ich in den letzten 5 Monaten beantwortet habe.

 

Die Gründe für ein Journal.

Warum du dir ein Journal zulegen solltest, kann ich dir nicht so gut beantworten, wie die Experten: 

  • James Pennebaker, ein Pionier auf dem Gebiet der expressiven Schreibtherapie konnte in seiner Forschung herausfinden, dass das regelmäßige Schreiben in einem Journal Stress reduzieren kann.

  • Forscher wie Karen A. Baikie und Kay Wilhelm haben die positiven Auswirkungen des Schreibens auf die Selbstreflexion und das Selbstbewusstsein untersucht und herausgefunden, dass durch das bessere Verständnis für die eigenen Gefühle und Gedanken, das Selbstbewusstsein steigen kann.

  • Dahingegen hat Forscherin Susan David die Bedeutung für die emotionale Gesundheit betont, denn das Schreiben kann dabei helfen,  traumatische Erlebnisse zu verarbeiten und die eigene Resilienz zu stärken.

  • Forscher wie Laura King haben die Bedeutung des Tagebuchschreibens für die Bewältigung von Depressionen und Angstzuständen untersucht und gezeigt, dass es durchaus auch positive Auswirkungen auf unsere psychische Gesundheit gibt.

 

Die Liste geht weiter, doch ich denke, es wird langsam klar.

Der Bereich des Journalling ist gut untersucht und ich denke nur die eigenen Erfahrungswerte können uns so richtig zeigen, wie gut es doch für uns sein kann, wenn wir es lange genug probieren. 

 

 

Der Unterschied zwischen einem guten und einem schlechten Prompt.

Was macht eigentlich einen Prompt zu einer guten Frage und gibt es sowas wie schlechte Prompts? 

Diese Frage ist entscheidend, denn die Wahl des richtigen Prompts kann einen erheblichen Einfluss darauf haben, wie sehr sich unsere Journalling-Erfahrung für uns lohnt.

Julia Cameron, Autorin von "The Artist's Way", betont beispielsweise die Bedeutung von Prompts, die die Kreativität anregen und den Schreibfluss fördern. Für sie sollten Prompts dazu ermutigen, sich frei auszudrücken und keine Angst vor Selbstzensur zu haben.

Auch Tim Ferriss, bekannt für seine Arbeit im Bereich der Produktivität, legt Wert darauf, dass gute Prompts praktisch und anwendbar sein sollten. Er betont, dass sie helfen sollten, konkrete Ziele zu setzen und das volle Potenzial auszuschöpfen. 

Insgesamt zeigen diese und andere Experten, dass gute Prompts individuell sein sollten - sie müssen also zu dir passen.

"Schlechte" Prompts im eigentlichen Sinne gibt es nicht wirklich, denn die Effektivität eines Prompts hängt stark von der persönlichen Resonanz und deiner Bereitschaft ab, sich damit auseinanderzusetzen.

 

Die 10 besten Prompts.

Hier kommen sie endlich:

  1. Was hat mich heute lächeln lassen?

  2. Welches Problem konnte ich heute gut meistern?

  3. Für welche drei Dinge bin ich heute besonders dankbar?

  4. Was hat mich heute überrascht?

  5. Was hat mein Körper mir heute gesagt?

  6. Was habe ich heute neu dazu gelernt?

  7. Welcher guten Gewohnheit konnte ich heute folgen?

  8. Inwieweit habe ich heute auf meine Ziele hingearbeitet?

  9. Welchen meiner Werte habe ich heute kennenlernen dürfen?

  10. Wie habe ich heute für mich selbst gesorgt?

 

Hier sind viele Dinge drin versteckt - ich bin gespannt, wie du sie findest. 

 

Der Sinn hinter den Prompts.

Viele verbinden mit einem Journal den typischen Tagebuch-Eintrag, der beginnt mit 

Liebes Tagebuch...

 

Das Nutzen von Prompts beim Journalling ermöglicht es uns, gezielt über bestimmte Themen nachzudenken und uns auf Bereiche unseres Lebens zu konzentrieren, die wir vielleicht vernachlässigt haben.

Indem du dich vielleicht auf eine spezifische Frage konzentrierst, kannst du tiefer in deine Gedanken eintauchen und eine größere Selbstreflektion erreichen.

 

Natürlich gibt es auch die Version des Journalling, wo ich einfach über meinen Tag berichte, meine Gefühle und Gedanken auf Papier bringe - auch das hat all die Vorteile, die das Journalling bringt.

Heute möchte ich vor allem deutlich machen, dass die Prompts mich manchmal auch aus meiner Komfortzone rausziehen: Wenn ich mir selbst also die Frage stelle, wie ich mich heute mal um mich selbst gesorgt habe, dann muss ich mir an manchen Tagen einfach eingestehen, dass ich nicht genug für meine eigene Fürsorge getan habe.

Diese Erkenntnis hätte ich nicht gewonnen, wenn ich "nur" über meinen Tag geschrieben hätte. 

Ich hoffe das Beispiel macht es deutlich und ich bin gespannt, ob ihr diese Form des Journalling für euch finden könnt.

 

Zurück zum Blog

Hinterlasse einen Kommentar